VP unterstützt die Ebermast

1,3 Millionen Eber werden in der Schweiz jedes Jahr gemästet und geschlachtet. Genauer gesagt handelt es sich dabei um 1,3 Millionen Borge - also um kastrierte männliche Schweine. Denn bei unkastrierten Ebern entwickeln etwa 10% einen eigentümlichen, sehr intensiven Geruch, der ihr Fleisch beinahe ungeniessbar macht wenn es gekocht wird. Um dieses Problem zu umgehen, werden deshalb alle Ferkel schon kurz nach der Geburt kastriert. Ohne Betäubung bedeutete das bislang für die Tiere eine äusserst schmerzhafte und blutige Prozedur.
Ab dem 1.1.2009 wird nun in der Schweiz betäubungslose Ferkelkastration mit einem Jahr Übergangsfrist verboten. Aus Sicht des Tierwohls stellt diese Massnahme einen Meilenstein dar, für die Bauern bringt sie einige Veränderungen. So werden momentan verschiedene Alternativen wie lokale Betäubung, Gasnarkose oder Impfung gegeneinander abgewogen.
Für VIER PFOTEN steht fest: eine Kastration ist und bleibt in jedem Fall ein unnötiger operativer Eingriff, der auch unter Narkose noch mit Stress, Schmerzen und erhöhter Infektionsgefahr verbunden ist. Stattdessen sollten Eber artgerecht, das heisst unversehrt und ohne Kastration aufwachsen können. Deshalb unterstützt VIER PFOTEN das "Zum Wohl der Ferkel" des Forschungsinstitutes für biologische Landwirtschaft (FiBL) und der Nutztierschutzorganisation kagfreiland, das eine erhöhte Akzeptanz und einen verbesserten Vertrieb von Eberfleisch anstrebt.
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