Neues aus LIONSROCK: Die Löwen Saba & Seeta und das Hyänen-Trio

Dank zahlreicher Neuankömmlinge im Frühling und Frühsommer gibt es jede Menge Arbeit im VIER PFOTEN Grosskatzenrefugium LIONSROCK. Das Löwenjunge Saba und die zweijährige Löwin Seeta sind erst kürzlich aus Jordanien angekommen, nachdem sie von der Prinzessin-Alia-Stiftung gerettet worden waren. Aber das Team muss sich nun auch um ein Rudel Hyänen kümmern – die ersten in LIONSROCK. Da für jede Gruppe individuelle Massnahmen getroffen werden, geht es den Neuen sehr gut: Saba und Seeta werden bald mit kompatiblen Rudeln sozialisiert, die schon in LIONSROCK heimisch geworden sind. Für beide ist ein gesundes Sozialleben der Schlüssel zu einem glücklichen Dasein.
Die ungewöhnlichsten Neuankömmlinge im südafrikanischen Refugium sind zweifelsohne die drei Hyänen, die in Jordanien aus inakzeptablen Haltungsbedingungen gerettet worden sind. Sie haben sich sofort und ohne Probleme eingelebt – in einem eigenen Areal, das mit Enrichment und zwei kleinen Hütten ausgestattet ist, die es ihnen erlauben, sich zurückzuziehen. Es ist allerdings klar zu sehen, dass zwei der Hyänen sehr dominant sind, während die dritte in der Rudelhierachie tiefer angesiedelt ist. Wie sie zu dem anderen Paar einen Sicherheitsabstand einhält hat VIER PFOTEN Beobachter zunächst beunruhigt. Doch als die Tage vergingen nahm die Spannung nach und nach ab. Der “Aussenseiter” schien sich deutlich wohler zu fühlen und lag auf dem Dach seiner Hütte – die anderen zeigten keinerlei Zeichen von Aggression gegen ihn. Alle drei Hyänen essen gut und zeigen wenig Interesse an den unbekannten Geräuschen und Bewegungen in dem Refugium. Sie sind ein kleines aber gesundes Rudel, dass die gewonnenen Lebensjahre in LIONSROCK geniessen wird.
Saba: Der König des roten Balles Nach seiner glücklichen Rettung verhält sich Saba weiterhin wie ein mutiger junger Löwe. Er beobachtet die anderen Jungtiere von seinem abgegrenzten Übergangsquartier aus, ruft sie und agiert mit Selbstbewusstsein, während er immer noch die typischen unterwürfigen Muster eines Löwenjungen zeigt. Um seine Integration in das andere jordanische Rudel so unkompliziert wie möglich zu gestalten, wurde er einen Tag allein in das Areal entlassen – die anderen wurden für die Zeit in seinem Bereich gehalten. Saba erkundete das neue Gebiet mit Freude und Leichtigkeit und schien sich sofort zu Hause zu fühlen. Er entdeckte einen Ball, der für ihn dort platziert worden war, und spielte damit mit beeindruckender Intensität. Bald werden er und der Rest der jordanischen Gruppe das gleiche Areal bewohnen. VIER PFOTEN Experten vor Ort haben keine Zweifel, dass sich die jungen Grosskatzen hervorragend verstehen werden.
Seeta nimmt sich Zeit
Die Löwin Seeta war zunächst eine schwierigere Patientin. Während sie die Flugzeugreise mit Geduld und Eleganz über sich ergehen liess, schien sie sich an ihre Hütte zu krallen als sei es ein Souvenir aus ihrer Heimat. Doch zwei Sofortmassnahmen halfen dabei, das Eis zu brechen: Warten – Seeta wurde bereits nach wenigen Tagen selbstbewusster in ihrer neuen Umgebung, begann ihre Hütte zu verlassen und entspannte sich auf deren Dach; und Futter: die Platzierung ihrer Mahlzeiten erfolgte jeden Tag etwas weiter von ihrer Hütte entfernt und sorgte so dafür, dass sie längere Distanzen akzeptierte. Dieser Prozess ist nicht ungewöhnlich, besonders wenn Löwen einzeln in LIONSROCK eintreffen. Wenig später wurde Seeta schon auf den höher gelegenen Plateaus ihres Areals gesichtet – ein sichereres Zeichen, dass ein Löwe sich vollends an sein neues Zuhause gewöhnt.
Zusätzliche Informationen: Saba und Seeta in LIONSROCK angekommen
19.08.2010
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