Kosmetik und Tierversuche

Über fünf Milliarden Kosmetikprodukte werden jedes Jahr allein in Europa verkauft. Der Begriff „Kosmetik“ bezeichnet ein großes Spektrum an Produkten:
• Seifen, Bade- und Duschprodukte • Haarpflegeprodukte • Rasierprodukte • Zahnpasta und Mundwasser • Deodorants • Parfums • Make-up • Gesichtsmasken, Feuchtigkeitscremes und Hand-/Körpercremes • Sonnencreme und Anti-Faltencremes
Alle neuen Substanzen, in diesen Produkten, werden auf schädigende Wirkung auf den Menschen und die Umwelt getestet. Diese Tests werden häufig an lebenden Tieren durchgeführt – etwa an Mäusen, Ratten, Meerschweinchen oder Kaninchen. An ihnen wird ausprobiert, ob eine Substanz z.B. krebserregend ist, Allergien auslöst oder geburtsschädigend wirkt. Die Kosmetikindustrie verwendet mehrere tausend bereits getestete Inhaltsstoffe, doch die Branche entwickelt auch laufend „neue und bessere“ Produkte. Das bedeutet, dass immer wieder neue Tiere benutzt werden, um neue Substanzen zu testen.
Zahl der Tiere, die für Versuche mit Kosmetik verwendet werden Laut Zahlen für das Jahr 2005, die 2007 von der Europaeischen Kommission veröffentlicht wurden, wurden in der EU im Jahr 2005 über 5.000 Tiere für Versuche mit Kosmetik- und Toilettenartikeln missbraucht (siehe Tabelle 1). Bezogen auf die Gesamtzahl der Tierversuche in der EU ist dies nur ein sehr geringer Teil (weniger als 1%), doch die Zahl der Kosmetik-Tierversuche ist gestiegen, seit der letzen Veröffentlichung der Zahlen 2002 um 50 Prozent. Nur zwei Länder der EU haben berichtet, dass sie Tiere für Tests mit Kosmetik verwenden und die große Mehrheit dieser Tests wird in Frankreich durchgeführt.
Sie koennen hier unser „Tierversuche für Kosmetik“ Merkblatt herunterladen.
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